Das Altarbild zeigt dramatisch aufgeladen den Moment des Todes Jesu am Kreuz. Den Tiefpunkt: Jesu Haupt ist niedergesunken, der Himmel ist verdunkelt und man erahnt in dem hellen Fleck links im Hintergrund den Tempel in Jerusalem, in dem soeben der Vorhang vor dem Allerheiligsten reißt. Rechts wird dieses dramatische Moment wieder durch einen Lichtschein aufgenommen, der den römischen Hauptmann betont, der erschrocken erahnt: „Dieser muss doch Gottes Sohn gewesen sein“. Zu Füßen des Kreuzes erkennt man die Anhänger Jesu, zuvorderst seine Mutter Maria, gestützt von Johannes, direkt am Kreuz zwei Jüngerinnen, eine davon Maria Magdalena. Das Kreuz erhebt sich über dem Totenschädel, dem in der Bildersprache üblichen Hinweis auf den Richtplatz, die Schädelstätte („Golgatha“) im engeren Sinne, im weiteren Sinne Zeichen für Adam, den unvollkommenen Menschen, der durch Jesus mit in den erlösenden Opfertod zur Erlösung genommen wird. Interessant ist der in Rot gekleidete Jünger in der rechten Ecke des Bildes, der den Blick zwar noch auf den Gekreuzigten geheftet hat, sich aber bereits zum Gehen wendet und damit auf den Betrachter zugeht: der Aufbruch.
Den Abschluss des Altars bildet die Halbfigur des verherrlichten Heiligen Pankratius, erkennbar an seinen Insignien Schwert und Märtyrerkrone, der mit der Geste der Dreieinigkeit den Segen erteilt und damit schon auf die Auferstehung Jesu hinweist.
