Unsere Konzeption

Warum eine Konzeption?

Um für unser großes Kindergartenteam eine gemeinsame Basis zu schaffen und einen Leitfaden in der Arbeit zu konkretisieren, entschlossen wir uns, unter qualifizierter Anleitung an einer Konzeptionsfortbildung teilzunehmen.Durch eine Konzeption überprüfen wir unsere Arbeit im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und reflektieren unsere pädagogischen Aussagen sowie die Rolle von uns Erzieherinnen in der heutigen Zeit.Durch Fach- und Wertediskussionen vertiefen wir das Bewusstsein für unsere Arbeitsweise, behalten Bewährtes bei und erarbeiten Überholtes neu.Im Zusammenhang damit berücksichtigen wir die speziellen Angebote in unserer Einrichtung.

Wir verdeutlichen die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit und geben dadurch für interessierte Eltern und neue Kolleginnen Entscheidungshilfen bezüglich unseres Kindergartens und machen unsere Arbeit gegenüber dem Träger, unseren Kooperationspartnern und der Öffentlichkeit transparent.Diese Transparenz ermöglicht es, uns mit dem Träger auf adäquate Weise auseinander zu setzen und unsere eingegangenen Verbindlichkeiten gegenüber Kindern, Eltern und Kooperationspartnern im Rahmen der Konzeption zu realisieren.



Unser Menschenbild

Ein Mensch ist eine eigenständige Persönlichkeit, geprägt durch seine Lebensgeschichte und sein familiäres und soziales Umfeld. Wir nehmen ihn an mit seinen Stärken und Schwächen, wollen ihn unterstützen und ihn auf seinem Weg begleiten. Gegenseitige Wertschätzung und Achtung sind wesentliche Voraussetzungen für die Entfaltung des Menschen. Wir respektieren die Individualität des Einzelnen und die Andersartigkeit fremder Kulturen und empfinden sie als Bereicherung unserer Lebensweise. Auf dieser Grundlage entwickeln wir Formen des Zusammenlebens. Unser Ziel ist, dass Menschen eigenständig und verantwortungsbewusst Lösungen für ihre Lebenssituation entwickeln können.

Es sprach der Herr sein: Werde!
und seither auf der Erde
der Wunder viele sind.
Der schönsten eines: ist das Kind
.
Michael Neumann - Adrian



Arbeit mit den Kindern  - Pädagogische Ziele

Unser Wunsch ist es, dass die Kinder mit Freude den Kindergarten besuchen. Voraussetzung hierfür ist eine Atmosphäre, die dem Kind Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Kinder brauchen einen geregelten Tagesablauf mit wiederkehrenden Ritualen, um Orientierung zu finden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten gebe wir den Kindern Raum, eigene Ideen zu entwickeln und ihre Bedürfnisse und Interessen in den Tagesablauf zu integrieren. Uns ist es wichtig, die Gefühle der Kinder ernst zu nehmen.

 

Das Freispiel ist Schwerpunkt/Mittelpunkt des Kindergartenalltags. Im Spiel haben die Kinder die Möglichkeit, ihre augenblickliche Lebenssituation zu bewältigen, sich mit der Umwelt auseinander zu setzen und sie zu begreifen. Unsere Rolle dabei ist, einzelne Kinder und gruppendynamische Prozesse zu beobachten und situationsbedingt begleitend und helfend einzugreifen. Beobachtungen aus dem Freispiel können Grundlagen für künftige Projekte sein. Unser Ziel ist es, dass Kinder die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren, mit Spaß und Freude Neues zu entdecken als Basis für ein ständiges Lernen.

 

 

Vom ersten Tag an sind wir bestrebt, die Kinder in kleinen Schritten dazu zu führen, selbstständig in ihren Lebensbereichen agieren zu können. Durch altersangemessene Angebote fördern wir die Kinder und stärken sie in ihren Fähigkeiten. Dazu gehört, durch entsprechende Angebote die Erlebniswelt der Kinder zu erweitern und neue Fertigkeiten zu erlernen und zu festigen. Seit einigen Jahren erfreuen uns und die Kirchengemeinde die "Augustinus Simgmäuse", unser Gruppen übergreifender Kindergartenchor, der allen Kindern des Kindergartens ab 4 Jahren offensteht.

 

 

Um in einer Gemeinschaft leben zu können, ist es wichtig, dass es Regeln und Absprachen gibt, die für Kinder überschaubar und nachvollziehbar sind. Absprachen werden mit den Kindern erarbeitet, d. h. sie sind nicht starr festgelegt, sondern können gegebenenfalls verändert und neu besprochen werden (z. B. Mitbringen von Spielsachen). Bestimmte Regeln, die dem Schutz des Kindes dienen, werden von uns vorgegeben und müssen eingehalten werden (z. B. Verlassen des Kindergartengeländes).

 

Süßigkeiten im Kindergarten

Eine weitere Regel, die dem Kind dient, betrifft die Ernährung. Wir finden es wünschenswert und unterstützen es, dass die Kinder täglich ein gesundes Frühstück wie belegte Brote, Obst, Rohkost usw. in den Kindergarten mitbringen. Auf einen Höhepunkt einmal in der Woche freuen sich alle Kinder - im Neubau auf das Raumschiff, das jeden Freitag kommt  - im Altbau auf den Austeiltag oder den Naschtag, an dem sie eine kleine Süßigkeit wie ein Gummibärchen, einen Keks oder ein Stück Schokolade nehmen dürfen.

Da es in der Regel einmal pro Woche eine kleine Süßigkeit gibt, können wir dies verantworten - entgegen aller Bedenken wie kariöse Zähne, Übergewicht oder sonstiges. Bei übermäßigem Genuss sind diese Ängste durchaus berechtigt, was auch von unserer Seite keineswegs unterstützt wird. Wir vertreten die Meinung, dass ein vernünftiger Umgang mit Süßigkeiten von den Kindern erlernt werden muss, deshalb halten wir es nicht für sinnvoll sie gänzlich zu verbieten. Unsere Mittagessenskinder bekommen als Nachtisch ab und zu auch Süßes in Form von Pudding, Quark, Eis usw.

Daher bitten wir alle Eltern uns zu unterstützen und dafür Sorge zu tragen, ihren Kindern ein ausgewogenes Frühstück mit in den Kindergarten zu geben.


Religiöse Erziehung

Religiöse Erziehung ist für uns ein wichtiger Teil des Kindergartenalltags, der nicht von unserem Erziehungsauftrag abgekoppelt werden kann; d.h. für uns gegenseitige Wertschätzung, Achtung des Nächsten und Gemeinschaft.

Der erste Schritt führte dazu, uns über unseren eigenen Glauben, über unser eigenes Vertrauen zu Gott und über unsere eigenen Erfahrungen mit Glauben auseinander zu setzen. Glauben ist etwas ganz Persönliches, und wir bemühen uns, einen gemeinsamen Weg der Verständigung zu finden.

Wir wollen Glauben in den Alltagssituationen für die Kinder erlebbar machen.

Mit den Feiern der christlichen Feste machen wir die Kinder mit Traditionen und Ritualen bekannt und wecken ihre Neugierde. Durch das Erzählen bibilischer Geschichten soll ihnen Jesus vertraut werden. Durch Gespräche, Meditationen und gestalterische Aktivitäten sollen Kinder die Botschaft Jesu begreifen und verstehen können.

Wir wollen den Kindern unseren Glauben nicht aufdrängen, da dieser nur durch eigenes Erleben erfahren werden kann. Es ist uns aber wichtig, für die Kinder da zu sein und ihnen Zeit zu geben, Neues auf sich wirken zu lassen und zu verarbeiten. Wir gehen davon aus, dass die Kinder vielfältige Anlässe und Beziehungen haben, wo sie Glauben erfahren können.

Wir nehmen die Fragen der Kinder nach Gott und dem Leben ernst und zeigen ihnen, dass der eigenen Glaube wachsen, sich verändern und immer wieder hinterfragt werden kann.

Wir sehen uns als Begleiter der Kinder auf dem Weg zum Glauben und dem Vertrauen auf Gott und dieser Weg wird uns immer wieder neu begegnen.